Wetter und rechtzeitig umkehren
In den Bergen ändert sich das Wetter schneller als im Flachland. Die heikelsten Momente, die ich erlebt habe, hatten weniger mit dem Weg zu tun als mit einer Wolke, die ich zu lange nicht ernst genommen habe.
Vorher planen
Am Vorabend und am Morgen lese ich den Wetterbericht, besonders die Gewitterneigung. Im Sommer entstehen Gewitter oft am Nachmittag, deshalb starte ich früh und plane so, dass die ausgesetzten Stellen bis Mittag hinter mir liegen. Als grobe Regel wird es pro tausend Höhenmeter etwa sechs Grad kühler.
Die Umkehrzeit
Bevor ich losgehe, lege ich eine Uhrzeit fest, zu der ich umkehre, egal wie nah das Ziel ist. Diese Entscheidung fällt am Morgen viel leichter als oben, müde und mit dem Gipfel vor Augen.
Zeichen unterwegs
Türmen sich schon am Vormittag Quellwolken auf, wird der Nebel dichter oder höre ich das erste Donnern, gehe ich zurück oder nehme den nächsten sicheren Abstieg. Ein Grat oder Gipfel ist bei Gewitter der falsche Ort. Umkehren ist kein Scheitern, der Berg steht nächstes Wochenende noch da.